Reisevorbereitung

Øresund Brücke - Fährverbindungen nach Schweden - Wechselkurs - Auto fahren - Angst vor Mücken? - Immer nur Regen? - Einkaufen und Geld sparen - Camping

Nachdem Autokarte und Reiseführer gekauft und einige Ziele bestimmt sind, arbeiten wir für die ersten Tage eine Reiseroute aus. Natürlich riskieren wir einen Blick in unseren Reiseführer. Wie kommen zwei urlaubsreife & stressgeplagte Abenteurer am preiswertesten und entspanntesten nach Schweden? Unser Schwedenreiseführer weiß Rat. Zwei Routen gibt es, so die einstimmige Meinung, die in Frage kommen. Alternative Verbindungen sind uns zu zeitaufwendig oder zu teurer. Beide angesprochenen Routen probieren wir in Hin bzw. Rückweg aus. Auf dem Hinweg führt unser Weg von Fehmarn/ Puttgarden mit der Fähre übersetzend nach Rødby (Dänemark). Mit dem Auto dann durch Dänemark Richtung Norden, und kurz vor Kopenhagen über die Øresundbrücke nach Malmö/Schweden. Die andere Möglichkeit ( gleicher Preis ), führt auf unserer Rückfahrt, statt über die Øresundbrücke, mit der Fähre durch schwedisch/dänische Hoheitsgewässer von Helsingør nach Helsingborg . Wie gesagt preislich tut sich da nichts.

Øresund Brücke
Am 1. Juli 2000 wurde durch die Øresund Brücke Schweden mit dem Kontinent verbunden. Das Bauwerk gehört mit einer Länge von rund 16 Kilometern zu den größten Skandinaviens. Dennoch nutzen die meisten Besucher noch die Fährverbindungen. Die Preise für eine einfache Fahrt mit dem PKW liegen bei ca. 275 SEK/ ca. 60 DM. Bezahlt wird an der Mautstation auf der schwedischen Seite. Die Brückenfahrt nach Schweden erweist sich allerdings als nicht ganz so spektakulär wie ursprünglich von uns erhofft.

Fährverbindungen nach Schweden

Die meisten Verbindungen nach Schweden bieten die Fährlinien, die von vielen deutschen und dänischen Städten, aber auch aus Polen, dem Baltikum, von Norwegen, Finnland und Großbritannien nach Schweden führen. Die am stärksten befahrenen Routen sind die von Travemünde nach Trelleborg und die Vogelfluglinie über Puttgarden nach Rødby (Dänemark).
Hier einige Informationen zu den von uns benutzten Fährverbindungen:
- Fähre Puttgarden-Rødby:
85,-DM (einfache Fahrt) - Hin/Rückfahrt 170,-DM, die Überfahrt dauert ca. 45 Minuten
- Fähre Helsingør-Helsingborg:
275 SEK / ca. 60,-DM (einfache Fahrt), die Überfahrt dauert ca. 20 Minuten.
- Puttgarden-Rødby in Kombination mit Helsingør-Helsingborg (Vogelfluglinie):
Dieses Kombiticket kostest ca. 290,-DM für Hin- und Rückfahrt. Eine Reservierung ist nicht nötig. Das Ticket kauft man im Fährterminal in Puttgarden.

Wechselkurs
Wo tausche ich am besten. Hier in Deutschland oder in Schweden? Jeder von uns hat sich mit einer kl. Summe von 300 SEK (66,-DM) ausgestattet. Schließlich müssen die 275 SEK für die Brückenüberquerung bezahlt werden und das Geld für den ersten Campingplatz dürfen wir auch nicht vergessen. Und jetzt zu unseren Erfahrungen. Es zeigt sich schon bald, daß bester Wechselkurs bei den Umtauschstationen Forex in Schweden zu erhalten ist. Ein Wechselkurs von 4,7 läßt uns staunen, da der Kurs in Deutschland doch bei 4,5 liegt. Außerdem fällt keine Gebühr an. Geschäftsstellen von Forex gibt es unter anderem in Malmö, Ystad, Helsingborg, Lund, Uppsala, Norrköping, Stockholm, Göteborg. Forex nimmt Bargeld und Kreditkarte an. EC-Karte leider nicht! Mit EC-Karte und Pin-Code ist es aber möglich an den Geldautomaten der Banken Geld abzuheben. An den Banken bezahlt man aber unabhängig von der Wechselsumme ca. 5-7 DM Gebühr. Also, wenn möglich bei Forex tauschen.

Auto fahren
Welches Benzin ist das Richtige, wie schnell darf man fahren u.s.w.. Zusammengefaßt sieht es so aus: Die Bezeichnungen "Normal" oder "Super" sind nicht üblich. Statt dessen findet man Bly fri 95, 96, 98, Diesel. An der Zapfsäule muß häufig die gewünschte Oktanzahl (95, 96, 98) an einem seitlich befindlichen Druck-Knopf angewählt werden, bevor das Tanken möglich ist. Super bleifrei in Deutschland entspricht in Schweden dem bleifreien Benzin mit der Oktanzahl 95. Der Preis lag im Juli/August 2001 in Schweden bei 9 -9,5 Kr pro Liter. In Deutschland zum selben Zeitpunkt bei knapp unter 2,- DM /Liter ( Wechselkurs 1,-DM = 4,5 Kr ). Zur Zeit gibt es in Schweden ca. 1000 Tankstellen, an denen man bleifrei tanken kann; an 45 Tankstellen gibt es auch Autogas. Bezahlung mit Kreditkarte ist möglich. Viele Tankstellen sind Selbstbedienungstankstellen mit Geldscheinautomaten für 20 und 100-Kronen-Scheine (selten für Diesel).
Weiter zu beachten ist, daß das Abblendlicht auch am Tage eingeschaltet werden muß, daß es Anschnallpflicht auf Vorder- und Rücksitzen gibt und daß die Geschwindigkeitsbegrenzungen wie folgt aussehen:
- In Wohngebieten: 30 km/h
- In geschlossenen Ortschaften: 50 km/h
- Außerhalb geschlossener Ortschaften: 70-90 km/h
- Auf Autobahnen: 90-110 km/h

Angst vor Mücken?!
Ich habe davon gehört. Von daumengroßen, blutrünstigen Fluginsekten, die sich auf jede nur erdenkliche Stelle des Körpers stürzen. Alles gar nicht sooo schlimm (zumindest in Süd/Mittelschweden). Folgendes sollte man jedoch beachten:
- Helle und weite Kleidung anziehen. Möglichst blaue Klamotten zu Hause lassen.
- Platzwahl: Je windiger die Stelle, umso besser
- Ein qualmendes Feuer entfachen
- Mückenspray: ... erhältlich in vielen schwedischen Supermärkten

Wetter
Das Wetter in Schweden in nicht planbar. In den ersten 10 Tagen werden wir von Temperaturen um die 30° verwöhnt. Wozu also dicke Pullis mitnehmen? Als in den folgenden Tagen aber die ersten dunklen Wolken aufziehen sind wir froh auch wärmere und wetterbeständigere Sachen dabei zu haben. Das Wetter in der 3. Woche ist äußerst unbeständig.

Einkaufen
Vor unserer Abreise haben wir uns mit Lebensmitteln eingedeckt. Ca. 200,-DM haben wir für das Nötigste ausgegeben. Skandinavien ist ja für seine recht happigen Alkohol-Preise bekannt, so daß wir unter anderem Bier und 10 Liter Wein (5 Liter Wein pro Person sind bei der Einreise erlaubt) ebenfalls im Auto verstauten. Viele Dinge des täglichen Bedarfs entsprechen aber dem Preisgefüge hier in Deutschland. Teuer sind jedoch "Luxusartikel" wie Zigaretten, Schokolade und überraschenderweise nichtalkoholische Getränke (z.B.Mineralwasser). Frischgemüse und Frischobst erhält man zum gleichen Preis wie in Deutschland. Am günstigsten haben wir im "Konsum" (Supermarktkette) unsere Vorräte wieder auffüllen können.
Preisbeispiele:
Mineralwasser, 1,5 Liter - 12 bis 20 SEK
Nutella, kl. Glas - 25 bis 30 SEK
Schokoriegel - 8 SEK im Supermarkt!
Chips - ca. 16 SEK

Camping
Ob man gerne auf einem der zahlreichen Campingplätze sein Lager aufschlägt oder dort wo man seine Ruhe hat - in der freien Natur. Das "Jedermannsrecht" läßt einem die Wahl. Beste Wohnmöglichkeit für Urlauber bieten die zahlreichen Campingplätze. Sie liegen meist inmitten schöner Natur, viele direkt am Fluß oder See. Der Komfort der Campingplätze ist recht unterschiedlich und reicht von "einfach/rustikal" bis "luxuriös/Exklusiv". Auf fast allen Campingplätzen ist die "Campingkort" mit gültiger Jahresmarke notwendig. Preis ca 14,-DM für 1 Jahr. Die Karte dient als Datenträger beim Ein-Auschecken. Campingführer bzw. Reiseführer informieren recht umfassend über die Ausstattung und Eigenarten der Plätze. Frei campen erwies sich als viel schwieriger als geplant. Ein ungestörtes Plätzchen mit Blick auf den See sollte es sein. Doch nur wenige geeignete Plätze haben wir auf unserer Reise nutzen können. Oftmals für Wohnmobile kein Problem darstellend, war es uns nicht möglich an gleicher Stelle unser kl. Zelt aufzustellen. Die schönsten Lagerplätze haben wir erst nach längerem Suchen ausfindig gemacht.

Viele der aufgeführten Infos spiegeln selbstgemachte Erfahrungen wieder. Einiges ist aber auch unserem als sehr, sehr nützlich empfundenen Reiseführer entnommen. Ein guter Reiseführer und entspr. Kartenmaterial sind wichtig und absolut notwendig.

Viel Spaß in Schweden