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3.August
Frei campen in Värmland
Wildzelten wollen wir. Und zurück in den Westen, nach Värmland.
Dem Reiseführer entnehmen wir, daß es viele versteckte Schlafplätze
zwischen Molkom und Hagfors an der 240 gibt. Sehr versteckt wie wir feststellen.
Lange müssen wir suchen. Gegen 20.00 Uhr entdecken wir aber einen geeigneten
Platz an der Straße. Direkt am See zwischen Bäumen und Sträuchern
schlagen wir in der Dämmerung unser Zelt auf. Gar nicht so einfach,
denn alles muß sehr, sehr schnell gehen. Es regnet und stürmt.
Teilweise werden sogar die Heringe aus dem Boden gerissen. Wo ist es nur
hin, das sooo tolle Wetter? Nach einem guten, aber hektischen Abendbrot
verkriechen wir uns ins Zelt. Es stürmt die ganze Nacht.
4.August
| Hätten wir gewußt was uns in
den folgenden Stunden erwartet hätten wir wahrscheinlich einen
Campingplatz vorgezogen. An der norwegischen Grenze sieht alles auf
einmal ganz anders aus. Nicht mehr sanft, sondern wild und gefräßig
erscheint uns die Natur. Es geht über viele Schotterpisten, ab
und zu passieren wir ein paar einsame Höfe. Keine Elche und Biber
- leider, dafür ist die Sonne schon wieder fast verschwunden.
Es ist merklich kühler. Die Fahrerei und der wenig erholsame
Schlaf der letzten Tage fordert seinen Tribut. Wir sind zu später
Stunde müde und erschöpft. Es sollte doch heute alles viel
besser klappen. Sollte! Weit und breit kein geeigneter Zeltplatz in
Sicht. Oder passen wir nicht richtig auf? Bei Östervallskog
halten wir an einer Tankstelle, die mit Banknoten zu bedienen
ist. Ziemliches Niemandsland. Das Betanken klappt nicht und unverrichteter
Dinge fahren wir weiter nach Årjäng, daß nur noch 20 km entfernt
ist. Dort stoßen wir durch Zufall auf einen Campingplatz. Vor
3 Stunden hätten wir es als Niederlage angesehen, auf einem Campingplatz
zu übernachten. Doch nun denken wir, es ist ein Wink mit dem
Zaunpfahl. Wir stellen den Wagen ab und wollen einchecken. Doch -
oh Schreck - wo ist mein Portemonnaie? - Panik! - wie wild taste ich
Jacken und Taschen ab - kein Portemonnaie - unsere komplette Urlaubskasse
- weg! |
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Schnell überlegt - Ach ja, die einsame Tankstelle
- Wir fahren/rasen zurück - so schnell es geht über die
kurvenreiche, holprige Straße. Es ist schon mehr als 1 Stunde
verstrichen. Und , oh Wunder - Das Portemonnaie liegt immer noch auf
einer der Tanksäulen. |
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| Jetzt haben wir wirklich Glück. Zurückfahrend,
biegen wir pro forma - obwohl wir eigentlich den Campingplatz ansteuern
- in einen Seitenweg ab. Und tatsächlich, nicht mehr erwartet,
finden wir einen Schlafplatz, direkt am See. Zwischen einigen Birken
stellen wir das Zelt auf und wundern uns sehr über jeweils gesetzte
Prioritäten. Mal der Schlafplatz, dann das Geld - Wie schnell
wird Wichtiges unwichtig. |
5.August
Ungestört bis mittags sind wir an unserem Plätzchen. Eigentlich
ein Schiffsanlegeplatz - sehr begehrt wie sich ab mittag zeigen wird.
Wir baden & schwimmen im tierisch kalten See, packen anschließend
unsere Sachen zusammen und auf geht`s nach Årjäng.
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